Aldiana Club Djerba Atlantide

Sidi Mahres, Djerba (Tunesien) Flacher Sandstrand direkt am Club DJE ~25 Min. Transfer Ende März – Mitte November

Über den Aldiana Club Djerba Atlantide

All Inclusive
12 Tennisplätze
27-Loch-Golf nebenan
Betreuung ab 2 Jahren
Mär – Nov

Der Aldiana Club Djerba Atlantide liegt in einem rund 15 Hektar großen Palmengarten direkt am Sidi-Mahres-Strand im Nordosten Djerbas – dort, wo die Insel ihre kilometerlangen, extrem flach ins Meer laufenden Sandstrände hat. Haupthaus und niedrige Bungalowtrakte verteilen sich zwischen Palmen und Rasenflächen, dazwischen Pools, zwölf Tennisplätze und eine Segel- und Windsurfstation am eigenen Strand. Und dieser Strand hat Besucher, die in keinem Katalog stehen: Immer wieder ziehen Dromedare mit ihren Führern am Wasser vorbei – während abends hinter dem Strand die Open-Air-Tanzfläche des clubeigenen Nachtclubs „Blue Dolphin" direkt am Meer öffnet.

Im Aldiana-Portfolio ist der Atlantide der letzte verbliebene Tunesien-Club der Marke und einer ihrer Klassiker: All Inclusive, fast ausschließlich deutschsprachiges Publikum, ein über viele Jahre eingespieltes Team – und ein Sportangebot, das sich vor den spanischen Schwesterclubs nicht verstecken muss. 12 Rotsand-Tennisplätze mit Tennisschule machen ihn zum größten Tennisrevier der Marke, der 27-Loch-Golfplatz von Djerba liegt drei Fahrminuten entfernt und ist per kostenlosem Shuttle angebunden, und Kiter bringt der Club in die riesige stehtiefe Lagune im Südosten der Insel.

Der Club bekommt seit Jahren durchgehend sehr gute Bewertungen – getragen von einem treuen Stammpublikum, von der Herzlichkeit des Teams und von einer Küche, die selbst kritische Gäste ausdrücklich loben. Die Schwachstelle ist eine andere, und sie zieht sich unverändert durch alle Jahre: die Zimmersubstanz. Sichtbar investiert wurde zuletzt eher in Beachbar und Fitnessbereich – die Zimmer warten weiter auf ihre Grundrenovierung.

Wichtig vor der Buchung: Die Zimmer sind großzügig geschnitten und meist ordentlich gepflegt, aber deutlich in die Jahre gekommen – wer modernen Neubau-Standard erwartet, ist hier falsch. Im Hochsommer treiben Saharawind-Lagen die Temperaturen zeitweise über 40 Grad, und dann arbeiten Klimaanlage und Stromversorgung am Limit. Für die Einreise ist der Reisepass Pflicht – der Personalausweis reicht nicht mehr –, und von Mitte November bis Ende März ist der Club geschlossen. Wer das einplant, bekommt einen der herzlichsten Clubs der Marke: Traumstrand, großes Sportprogramm und nur rund drei Flugstunden Anreise.

Stärken & Schwächen – ehrliche Bewertung

Stärken

  • Feiner, extrem flach abfallender Sandstrand direkt am Club – ideal für Kleinkinder
  • 12 Rotsand-Tennisplätze mit Tennisschule – das größte Tennisrevier der Marke
  • 27-Loch-Golfplatz drei Fahrminuten entfernt – kostenloser Shuttle inklusive
  • Außergewöhnlich herzliches, langjähriges Team – „Urlaub unter Freunden" wird hier gelebt
  • Küche mit auffällig konstantem Lob – selbst aus kritischen Bewertungen
  • Ganztägige Kinderbetreuung ab 2 Jahren inklusive – mit betreutem Kinderessen
  • Nur rund 25 Minuten Transfer – und etwa drei Stunden Flug

Einschränkungen

  • Zimmer und Bäder deutlich abgewohnt – Grundrenovierung überfällig
  • Klimaanlage und Stromversorgung bei Hitzespitzen störanfällig
  • Hochsommer sehr heiß – Saharawind-Tage über 40 Grad möglich
  • Sauberkeit schwankend – vereinzelt Ungeziefer in den Sommermonaten
  • Publikum fast komplett deutschsprachig – wenig internationales Flair im Club
  • WLAN schwach und lückenhaft
  • Geschlossen von Mitte November bis Ende März – kein Winterbetrieb

Zimmer-Guide

Die 370 Zimmer und Suiten verteilen sich auf das Haupthaus und niedrige Bungalowtrakte im Palmengarten. Einen öffentlichen Lageplan mit Traktnamen gibt es nicht – über Ruhe und Wege entscheiden hier Bauform und Nähe zur Poolbühne, nicht die Zimmernummer. Meerblick gibt es in beiden Bauformen, im Bungalow allerdings nur im Obergeschoss.

Paare & Ruhesuchende
Empfehlung: Bungalow in den hinteren Reihen

Die Lärmquellen Nr. 1 sind die Poolbühne mit dem Abendprogramm und der Nightclub „Blue Dolphin", dessen Open-Air-Tanzfläche an mehreren Abenden pro Woche bis tief in die Nacht läuft. Haupthauszimmer zur Poolseite bekommen davon am meisten mit – die hinteren Bungalowreihen im Garten sind hörbar ruhiger.

Trade-off: Ein paar Minuten mehr Weg zu Restaurant und Pool – auf dem flachen Gelände ein Spaziergang. Und die Bungalowzimmer sind mit gut 20 Quadratmetern die kompaktesten der Anlage; wer Platz will, muss zurück ins Haupthaus und dort die Poolseite meiden.

Tipp für ruhige Abende: Das Hauptrestaurant hat mit „Fatima" einen eigenen Adults-Only-Buffetbereich ab 16 Jahren – ohne Aufpreis. Und wer den Abend am Meer statt an der Poolbühne mag, sichert sich über Table4You einen festen Tisch auf der Meerterrasse.
Familien & kurze Wege
Empfehlung: Familienzimmer mit Verbindungstür

Die Familienzimmer sind zwei vollwertige Doppelzimmer mit Verbindungstür – und damit auch mit zwei Bädern. Es gibt sie in zwei Bauformen: im Haupthaus mit deutlich mehr Fläche und Badewanne, im Bungalow gartennah, mit kurzen Wegen zu Rasenflächen und Kinderclub.

Trade-off: Haupthaus heißt kurze Wege zu Restaurant und Pool, aber auch Nähe zum Abendprogramm; Bungalow heißt Ruhe und ein paar Schritte mehr. Wichtig: Verbindungszimmer als feste Kategorie buchen, nicht als Zimmerwunsch – nur die gebuchte Kategorie ist garantiert.

Insider-Tipp: Stammgäste mit kleinen Kindern fragen gezielt einen Bungalow im 4000er-Nummernbereich an – von dort ist der Weg zum Kinderclub am kürzesten. Und den Strandtag aufs flache Wasser ausrichten: Kleinkinder planschen hier in stehtiefem, sonnenwarmem Meer.
Bester Kompromiss – lohnendes Upgrade
Empfehlung: Doppelzimmer im Haupthaus

Das Upgrade mit dem größten Effekt ist das Doppelzimmer im Haupthaus: spürbar größer als das Bungalowzimmer, mit Badewanne und einem dritten vollwertigen Bett – bei der insgesamt älteren Zimmersubstanz sind die zusätzlichen Quadratmeter der Komfortgewinn, der wirklich ankommt. Die wenigen Suiten im Haupthaus sind rar und entsprechend früh vergriffen.

Trade-off: Haupthaus bedeutet Nähe zum Abendprogramm – wer den Schlaf über die Wege stellt, nimmt stattdessen den Bungalow mit Meerblick im Obergeschoss und lebt mit dem kompakteren Grundriss.

Finger weg vom Bestpreis-Zimmer: In dieser Kategorie sind Lage- und Kategoriewünsche ausgeschlossen – in einer Anlage, in der Bauform und Poolnähe den Unterschied machen, kauft man damit eine Blackbox.

Beste Reisezeit

JanGes.
FebGes.
MrzOk
AprGut
MaiGut
JunTop
JulGut
AugHeiß
SepTop
OktGut
NovOk
DezGes.
Top
Gut
Ok / Heiß
Geschlossen

Juni und September sind das goldene Fenster. Im Juni ist der Sommer da, bevor die Ferien beginnen: Das Meer erreicht Badetemperatur, die Tennisplätze sind frei, die große Hitze steht noch aus. Der Geheimtipp ist der September: Dann hat das flache Meer sein Jahresmaximum erreicht – badewannenwarm –, die Hitze verliert ihre Spitze, und mit dem Ferienende leert sich der Club spürbar. Wer es bis Mitte Oktober schiebt, badet immer noch wärmer als im Juni.

Mai gehört den Sportlern: sommerlich warme Tage, verlässliche Nachmittagsthermik für die Segel- und Surfstation, leere Plätze – nur das Meer ist noch frisch. Im Juli beginnt der Hochsommer mit dem wärmsten Wasser des Frühjahrs und den ersten Ferienwochen; der August ist der heißeste und vollste Abschnitt des Jahres – dann können Saharawind-Lagen die Temperaturen tagelang über 40 Grad treiben, und genau dann zeigt die alte Haustechnik ihre Grenzen. Wer hitzeempfindlich ist oder mit Baby reist, wählt die Ränder des Sommers.

An den Saisonrändern Ende März/April und ab Ende Oktober ist es mild bis warm, aber fürs Meer zu frisch – dafür sind es die günstigsten und ruhigsten Wochen für Tennis, Golf und Ausflüge. Von Mitte November bis Ende März ist der Club geschlossen – wer in diesen Monaten Cluburlaub mit Sonne sucht, wird bei den ganzjährig geöffneten Schwesterclubs Aldiana Fuerteventura und Aldiana Naga Bay am Roten Meer fündig.

Klimadaten Djerba / Sidi Mahres

Durchschnittliche Klimawerte, Wetterstation Flughafen Djerba-Zarzis
Monat JanFebMrzApr MaiJun JulAug SepOktNovDez
Luft (°C) 16182022 2629 3232 30262117
Wasser (°C) 16141617 2023 2628 27252218
Regentage 4443 20 00 3444
Wind mäßigmäßigmäßigmäßig mäßigmäßig mäßigmäßig mäßigmäßigmäßigmäßig

* Historische Durchschnittswerte, Wetterstation Flughafen Djerba-Zarzis · Regentage = Tage mit mindestens 1 mm Niederschlag · Hervorgehobene Monate = bestes Zeitfenster · Chehili: Der heiße Saharawind kommt in mehrtägigen Lagen und treibt die Temperaturen dann weit über die Tabellenwerte.

Der Wind ist hier Taktgeber, kein Störfaktor. Am Sidi-Mahres-Strand setzt im Sommer um die Mittagszeit ein verlässlicher thermischer Nordostwind ein – genug für die Segel- und Windsurfstation direkt am Club, zu wenig für fliegende Handtücher: Djerba ist ein moderates Thermikrevier, kein Starkwindziel, und am ruhigsten ist es ausgerechnet im Hochsommer. Kiter zieht es in die riesige stehtiefe Lagune im Südosten der Insel – die Kurse dorthin vermittelt der Club, der Transfer ist bei Kursbuchung inklusive.

Der zweite Taktgeber ist das extrem flache Meer: Der Strand läuft so sanft ins Wasser, dass Kleinkinder lange stehen können und sich das Wasser im Hochsommer badewannenwarm aufheizt – stellenweise liegen Felsplatten im Wasser, Badeschuhe gehören ins Gepäck. Und wenn der Chehili aus der Sahara aufzieht, klettern die Temperaturen für einige Tage jenseits der 40 Grad: Dann rettet die Meeresbrise den Strandtag, Ausflüge gehören in den frühen Morgen – und fürs Bahnenschwimmen bleibt der Indoorpool im Welldiana Spa.

Wann buchen für welchen Reisemonat?

Mär–Mai
Juni
Jul/Aug
Sep
Okt/Nov
← Reisezeitraum →
Buchungszeitpunkt
Bis JanFrühbucher
Top
Top
Top
Top
Top
Feb–Apr
Ok
Ok
Spät
Ok
Ok
Mai–Aug
Spät
Kritisch
Spät
Ok
Kurzfristig<4 Wochen
Ok
Ok
Kritisch
Ok
Ok

Frühbucher-Fenster nutzen: Aldiana fährt getrennte Frühbucher-Aktionen je Saison; für den Sommer gibt es bis zu 20 % Rabatt bei Buchung bis zu einem festen Stichtag, danach schmilzt der Nachlass stufenweise ab. Für einen Club mit nur einer Saison ist das Fenster doppelt wichtig: Es gibt keinen Winter, auf den man ausweichen könnte – und die begehrten Kategorien der Ferienwochen füllen sich planmäßig über die Frühbucher.

Nachsaison-Hack: Die Wochen vom Ferienende im September bis zum Saisonschluss Mitte November sind der günstigste Abschnitt des Jahres – bei einem Meer, das noch lange warm bleibt. Und Djerba ist eines der wenigen Aldiana-Ziele, bei denen kurzfristige Buchungen außerhalb der Ferien realistisch sind: Die Insel ist ein kapazitätsstarkes Pauschalziel mit viel Flugangebot, davon profitiert auch der Club.

Familien planen früher: Der DACH-Ferienkorridor von Anfang Juli bis Anfang September ist das härteste Nachfragefenster, dicht gefolgt von den Herbstferien – und die Familienzimmer mit Verbindungstür sind das knappste Gut der Anlage. Wer verbundene Zimmer braucht, bucht sie im Frühbucherfenster als feste Kategorie; kurzfristig ist diese Kategorie in den Ferien praktisch nie zu bekommen.

Für wen eignet sich der Aldiana Club Djerba Atlantide?

Der Atlantide ist der Familien- und Sportklassiker der Marke unter afrikanischer Sonne. Besonders stark ist er für Familien mit kleinen Kindern – flacher, stehtiefer Strand, Betreuung ab 2 Jahren von morgens bis in den Abend, betreutes Kinderessen –, für Tennisspieler, die auf zwölf Sandplätzen mit Tennisschule trainieren – mehr Plätze hat kein anderer Club der Marke, auch nicht der Tennis-Schwesterclub Andalusien –, und für Golfer mit 27 Löchern drei Fahrminuten entfernt samt Gratis-Shuttle. Dazu kommt eine Herzlichkeit des langjährigen Teams, für die viele Gäste Jahr für Jahr wiederkommen.

Auch Paare sind gut aufgehoben, wenn sie außerhalb der Ferien reisen: Mai, Juni und der Spätsommer gehören den Stammgästen und Sportlern, das Hauptrestaurant hat einen eigenen Adults-Only-Bereich, und einzelne kinderfreie PrimeTime-Aktionswochen gibt es in diesem Club ebenfalls. Wassersportler finden Segeln und Windsurfen direkt am Hausstrand und eines der besten Flachwasser-Kitereviere des Mittelmeers auf der anderen Inselseite – bei nur rund drei Stunden Flug.

Weniger geeignet ist der Club für alle, die modernen Zimmer- und Bäderstandard erwarten – die Substanz ist hier spürbar älter als etwa im renovierten Aldiana Fuerteventura, und daran ändert auch die gepflegte Gartenanlage nichts. Wer ein internationaleres Umfeld sucht, findet die direkte Club-Alternative auf der Insel im ROBINSON Club Djerba Bahiya. Und wer im Winter Sonne tanken will, muss ausweichen: Von Mitte November bis Ende März ist der Club geschlossen – die ganzjährigen Alternativen im eigenen Haus sind Fuerteventura und der neue Aldiana Naga Bay am Roten Meer. Wo Aldiana insgesamt anders tickt als ROBINSON, zeigt der Markenvergleich ROBINSON vs. Aldiana.

Häufige Fragen zum Aldiana Club Djerba Atlantide

Was ist wirklich im All Inclusive – was kostet extra?
Enthalten sind alle Buffetmahlzeiten inklusive Langschläferfrühstück, die Snackline am Nachmittag, das Beach-BBQ an der Nautika Beachbar sowie Softdrinks, Bier und Tischwein zu den Mahlzeiten und die Getränke an Pool-, Lobby- und Beachbar – inklusive Cocktails und Kaffeespezialitäten; die Poolbar läuft bis tief in die Nacht. Extra kosten die Menüabende im Strandrestaurant La Pescadora, die Weine der Weinbar, die garantierte Tischreservierung auf der Meerterrasse (Table4You), Tennis-Flutlicht und Besaitung, Golf-Greenfees, Reiten, Kite- und Tauchkurse sowie die Anwendungen im Welldiana Spa. Was viele nicht wissen: Liegen und Strandtücher sind an Pool und Strand kostenfrei – beim Spa-Termin aber Leistung und Preis vorher schriftlich fixieren, sonst kommen schnell ungefragte Extras dazu.
Wie ist der Strand – und wie flach ist das Wasser wirklich?
Feiner, heller Sand direkt am Club, extrem flach abfallend – Kleinkinder können weit hineinlaufen, und im Hochsommer heizt sich das flache Wasser badewannenwarm auf. Stellenweise liegen Felsplatten im Wasser: Badeschuhe einpacken. Seegras gehört an Djerbas Stränden zum Naturzustand; der Clubabschnitt wird gepflegt und ist davon meist frei. Und zum Inselbild gehören Dromedare und Pferde, die mit ihren Führern über den Strand ziehen. Im Spätsommer können tageweise Quallen auftauchen – am Strand auf die Hinweise achten.
Sind die Zimmer wirklich so in die Jahre gekommen?
Ja – das ist der wunde Punkt des Clubs, und er zieht sich seit Jahren durch die Kritik. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, hell und werden ordentlich gepflegt, aber Möbel und Bäder stammen sichtbar aus einer anderen Zeit; investiert wurde zuletzt eher in Beachbar und Fitnessbereich als in die Zimmersubstanz. Wer damit leben kann, bekommt viel Platz fürs Geld; wer Neubau-Standard erwartet, wird enttäuscht. Tipp: Das Doppelzimmer im Haupthaus ist mit rund 27 Quadratmetern und Badewanne die komfortabelste Standardwahl.
Ab welchem Alter gibt es Kinderbetreuung – und wie lange am Tag?
Der Flosse Club betreut Kinder ab 2 Jahren, täglich von morgens bis in den Abend mit Mittagspause – inklusive. Die Gruppen reichen von den Delfinis (2–3) über Flippers und Dolphins bis zu Youngsters und Teens (bis 17); das volle Programm für Schulkinder und Teenager läuft in den Ferienzeiten. Dazu gibt es ein betreutes Kinderessen am Mittag und am frühen Abend – am selben Tag vorab anmelden, dann essen die Eltern in Ruhe. Eine Babybetreuung unter 2 Jahren gibt es nicht, und Fitnessstudio und Sauna sind erst ab 18 zugänglich.
Brauche ich einen Reisepass – und was gilt bei Geld und Trinkgeld?
Ja: Für Tunesien ist ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass Pflicht – die Einreise mit Personalausweis ist auch für Pauschalreisende nicht mehr möglich. Ein Visum brauchen deutsche Urlauber für den Cluburlaub nicht. Vor Ort gilt der tunesische Dinar: Er darf weder ein- noch ausgeführt werden – Geld gibt es am Automaten direkt neben der Rezeption, der Rücktausch klappt nur mit Wechselbeleg am Flughafen. Deshalb knapp abheben und Belege aufheben. Trinkgeld wird erwartet und wirkt: kleine Dinar-Scheine für Bar, Restaurant und Zimmerservice einplanen. Dazu kommt eine kleine Touristenabgabe pro Person und Nacht, die vor Ort fällig wird.
Eignet sich der Club auch für Paare ohne Kinder?
Ja – am besten außerhalb der Ferien: Im Mai, Juni und ab Mitte September prägen Stammgäste und Sportler das Bild. Das Hauptrestaurant hat mit „Fatima" einen eigenen Adults-Only-Buffetbereich ab 16 Jahren, und anders als in manchem Schwesterclub gibt es hier einzelne kinderfreie PrimeTime-Aktionswochen – die Termine wechseln, vor der Buchung prüfen. Aber: Fürs ruhige Zimmer die hinteren Bungalowreihen wählen – Poolbühne und die Open-Air-Disco Blue Dolphin laufen an mehreren Abenden pro Woche bis tief in die Nacht.
Welche Ausflüge lohnen sich auf eigene Faust?
Djerba ist ein ideales Auf-eigene-Faust-Revier, weil Taxis günstig sind und mit Taxameter fahren – nachts mit Zuschlag. Der Klassiker ist Houmt Souk mit Altstadt, Fischerhafen und Festung, gut kombinierbar mit dem Street-Art-Dorf Djerbahood in Erriadh und der Synagoge La Ghriba, dem ältesten jüdischen Gotteshaus Nordafrikas. Midoun mit seinen Markttagen liegt nur wenige Kilometer vom Club entfernt, und vom Hafen Houmt Souk starten Bootsausflüge zur Flamingo-Insel. Tipp: Für die Insel reicht das Taxi völlig – ein Mietwagen lohnt erst für Festland-Touren, und der Flughafentransfer ist im Pauschalpreis enthalten.
Wie heiß wird es im Hochsommer wirklich – und wie kommt der Club damit klar?
Juli und August liegen im Mittel um 32 Grad – am flachen Meer mit verlässlicher Nachmittagsbrise gut aushaltbar. Zieht aber der Chehili aus der Sahara auf, klettern die Temperaturen für einige Tage über 40 Grad, und dann zeigt sich die Schwäche der alten Substanz: Klimaanlagen und Stromversorgung arbeiten am Limit, einzelne Ausfälle sind dokumentiert. Aber: Das Meer bleibt mit 26 bis 28 Grad die verlässlichste Abkühlung. Wer hitzeempfindlich ist oder mit Baby reist, wählt Juni oder September – gleiches Badewasser, deutlich entspannteres Klima.

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